windeln.de mit 21% Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2016 Q4 verbessert

 In 2017

  • Schlussquartal mit 57,1 Mio. Euro umsatzstärkstes seit Gründung und gegenüber drittem Quartal verbesserter Profitabilität
  • Aktivitäten im europäischen Ausland als Wachstumstreiber: Umsatzbeitrag vom Segment Internationale Shops mehr als verdoppelt
  • Zuvor kommunizierter Ausblick für 2016 erfüllt: Umsatz 194,8 Mio. Euro, Rohertragsmarge 26,6% sowie bereinigte EBIT-Marge -13,7%
  • Bereinigtes EBIT Break-even im Laufe des Jahres 2019 erwartet

München, 15. März 2017. Die windeln.de SE, der führende Online-Händler für Baby¬ und Kleinkinderprodukte in Europa und für Kunden in China, hat im Geschäftsjahr 2016 mit den fortgeführten Aktivitäten (d.h. ohne das eingestellte Segment Shopping Clubs) ein Umsatzwachstum von 21% gegenüber dem Vorjahr auf 194,8 Mio. Euro erreicht (2015: 161,0 Mio. Euro). Das vierte Quartal 2016 war mit 57,1 Mio. Euro aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (Anstieg gegenüber drittem Quartal um 25%) das bisher umsatzstärkste Quartal seit Unternehmensgründung. Diese positive Umsatzentwicklung lässt sich auf ein gutes Weihnachtsgeschäft zurückführen. Gleichzeitig gelang es windeln.de, die Basis an aktiven Kunden im Jahresverlauf deutlich auszubauen. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 zählte die Gruppe ca. 1,07 Mio. aktive Kunden, was im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von rund 24% bedeutet.

Europäische Auslandsaktivitäten mit starkem Wachstumsbeitrag

Insgesamt entfielen im Jahr 2016 rund 71% der Umsätze auf das Segment German Shop, welches auch das China-Geschäft beinhaltet. Dieses erreichte mit 139,0 Mio. Euro einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Dies gelang trotz regulatorischer Änderungen für das Cross-Border ECommerce Geschäft nach China im zweiten Quartal und der in 2016 vollzogenen ERP Einführung, die zu Umsatzeinbußen geführt hat. Nach einer Erholung des China-Geschäfts bereits im dritten Quartal gewann dieses im Schlussquartal weiter an Fahrt. Der Umsatz mit chinesischen Kunden belief sich im vierten Quartal 2016 auf 27,5 Mio. Euro, was einem Anstieg von 31% im Vergleich zum Vorquartal entspricht. Das vierte Quartal trug demnach wesentlich dazu bei, dass windeln.de in China auf Jahresbasis einen Umsatz auf Vorjahreshöhe erreichte. Der Umsatzbeitrag des Segments International Shops, das die Aktivitäten im europäischen Ausland (feedo, bebitus, pannolini.it und windeln.ch) beinhaltet, hat sich mit 55,9 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Damit stammten bereits 29% der Umsätze auf Gruppenebene aus den europäischen Ländern nach 13% im Vorjahr.
„Das Geschäftsjahr 2016 war aufgrund der Regulierungsänderung in China und der ERP Einführung schwierig für uns. Wir sind selbst nicht zufrieden mit 2016. Die positiven Entwicklungen im zweiten Halbjahr 2016 zeigen uns jedoch, dass wir auf dem richtigen Weg sind, die Einkaufserlebnis unserer Kunden zu verbessern, unseren Umsatz kontinuierlich zu steigern und effiziente Kostenstrukturen zu schaffen.“, erklärt Alexander Brand, Mitgründer und Vorstandsmitglied von windeln.de.

Umgesetzte strategische und operative Maßnahmen zeigen bereits erste Wirkung

Mit der Umsetzung der im Rahmen des STAR Programms definierten Maßnahmen zur Förderung des Umsatzwachstums und Verbesserung der Profitabilität kommt das Unternehmen gut voran. Als wesentliche Schritte im Geschäftsjahr 2016 sind unter anderem die Eröffnung des Tmall Global Shops, die Aufgabe des Geschäftsbereichs Shopping Clubs und Relaunch von Nakiki als ready-to-ship Online Shop sowie die Auslagerung des Kundenservices zu nennen. Gleichzeitig belasteten umgesetzte Maßnahmen wie die Reduzierung der Anzahl an Marken die Umsatzseite. Die Rohertragsmarge war darüber hinaus im vierten Quartal mit 23,6% aufgrund des Weihnachtsgeschäfts, Promotions in China und Projektkosten im Einkaufsbereich niedriger. Das Bruttoergebnis vom Umsatz in den fortgeführten Bereichen konnte im Vergleich zum Vorjahr um 22% auf nunmehr 51,8 Mio. Euro gesteigert werden. Die Rohertragsmarge von 26,6% erhöhte sich leicht gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 26,5%, obwohl erstmals die akquirierten noch margen-schwächeren Geschäfte von feedo und bebitus voll konsolidiert wurden.
Die europäische Expansion, die Regulierungsänderung in China und die ERP Einführung finden ihren Niederschlag im bereinigten EBIT in Höhe von -26,7 Mio. Euro für die fortgeführten Aktivitäten (2015: -9,3 Mio. Euro). Die bereinigte EBIT-Marge belief sich auf -13,7%. Die bereinigte EBIT-Marge im vierten Quartal konnte mit -12,9% im Vergleich zu den drei Vorquartalen verbessert werden. Dies wurde sowohl durch geringere prozentuale Fulfilmentkosten als auch niedrigere Marketing- und sonstige Vetriebs- und Verwaltungskosten erreicht.
Konstantin Urban, Mitgründer und Vorstandsmitglied von windeln.de, erläutert: „Wir haben im Jahr 2016 wichtige Meilensteine bei der Weiterentwicklung von windeln.de erreicht. Die Aufgabe des Shopping Clubs-Geschäfts und die damit verbundene Fokussierung unseres Geschäftsmodells ist abgeschlossen. Mit dem Relaunch von Nakiki können wir unsere Zielgruppe auf Familien mit heranwachsenden Kindern über ausgewählte Produkte speziell in den Bereichen Kinderkleidung und Spielzeug ausweiten.“ Die Aufgabe des Shopping Clubs war mit Einmalaufwendungen von rund 2 Mio. Euro verbunden und bewegen sich damit im Rahmen der Erwartungen.
Das im Jahresvergleich stark verbesserte Nettoumlaufvermögen lag am 31. Dezember 2016 bei ca. 6,6 Mio. Euro (2015: 11,4 Mio. Euro). Ursächlich hierfür war in erster Linie die Verringerung der Lagerbestände im dritten Quartal 2016 auch im Zusammenhang mit der Aufgabe des Geschäftssegments Shopping Clubs. Zum 31. Dezember 2016 verfügte windeln.de über liquide Mittel (einschließlich Termingelder) in Höhe von rund 56 Mio. Euro zuzüglich einer Borrowing-Base-Finanzierungslinie.

Break-even im Laufe des Geschäftsjahres 2019 erwartet

Für das Geschäftsjahr 2017 strebt die Gesellschaft ein moderat zweistelliges Umsatzwachstum an. Gleichzeitig liegt besonderer Fokus auf der Steigerung der Profitabilität, die sowohl von Skaleneffekten aus dem angestrebten Umsatzwachstum als auch von bereits initiierten Maßnahmen zur Kostensenkung getragen wird. Der Konzern geht daher von einer moderaten Verbesserung des operativen Deckungsbeitrags und des bereinigten EBITs in % der Umsatzerlöse aus, wobei sich die vollen Effekte aus den getroffenen Maßnahmen größtenteils erst in 2018 materialisieren werden. Die mittelfristigen Ziele fasst CFO Dr. Nikolaus Weinberger wie folgt zusammen: „In einem weiter wachsenden E-Commerce Markt planen wir mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von mindestens 15%. Dabei verfolgen wir das klare Ziel, im Laufe des Jahres 2019 auf Basis des bereinigten EBIT den Break-even zu erreichen.“

DOWNLOAD PDF

Start typing and press Enter to search